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„Reden über den Rhein am Rhein: Hans Lurweg (l.) im Gespräch mit Frank Vinken. Der hat die Produktion des Bildbandes übernommen. Fotografie: Volker Hartmann

Am 14. September 2017 erscheint Stephan Hermsens ERLEBNIS RHEIN-Besprechung in der Seite 3 der NRZ. Der Autor hat die „Buchmacher“ Hans Lurweg und Frank Vinken im Biergarten des Rheinblick in Duisburg-Baerl getroffen. Wo der Rhein einen dieser imposanten Bögen aus der Landschaft gespült hat. Rheinknie ohne Brücke wie in Düsseldorf, dafür mit großer Industriekulisse im Blick, mit vollbeladener Flussschiffahrt rauf und runter, pardon, flussauf- und -abwärts und mit Otto Pienes „Geleucht“ auf der Halde Rheinpreußen im Rücken. Fotografenkollege Volker Hartmann hat sich durchs dichte Flussbegleitgrün gekämpft, um die Rheinbuchautoren vor Strom und Stahlwerk bildbandreportagegerecht zu platzieren.

Stephan Hermsen: „Für ein Treffen mit Hans Lurweg muss es eine Gaststätte namens Rheinblick sein. Damit man bei Bier, Johannisbeer-Schorle und Cappuccino (in dieser Reihenfolge für Fotograf, Layouter & Texter, Interviewer) nicht aus dem Auge verliert, um wen es geht: Den Vater Rhein nämlich, der sich vor dem Gartenlokal in Baerl elegant in die Kurve legt, dekoriert Auto- und Eisenbahnbrücke stromauf und Stahlwerk stromab…Der Rhein, das zeigt Lurweg auch, ist „ein gestalteter Fluss, der aber immer noch über eine kaum zu bändigende Naturgewalt und Kraft verfügt“, sagt er im Gespräch mit Frank Vinken. Der ehemalige Fotograf unserer Mediengruppe hat bei Lurwegs Buch alles gemacht – außer den Bildern. Er hat Lurweg persönliche Erinnerungen und Einschätzungen zum Rhein entlockt, zu Geschichte und Kultur und Industrie entlang des Stroms, der immer auch Strom erzeugt – so ganz kann Lurweg seine alte professionelle Sicht der Energiewirtschaft nicht leugnen. Idylle sucht man in seinem Buch vergeblich, es ist weder Reiseführer noch Nachschlagewerk, sondern der sehr persönlich geprägte Versuch, zu begreifen, was das Zusammenspiel von Mensch und Fluss aus dem Strom gemacht haben.“